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Singleleben in Nürnberg und Umgebung – nicht nur für Singles

Versicherungen für den Single-Haushalt

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Deutschland ist Single-Land – der Ein-Personen-Haushalt ist hierzulande die häufigste Wohnform. In einigen Großstädten wird bereits eine Quote von über 50 % erreicht. Das liegt nicht nur daran, dass Jugendliche früher das Elternhaus verlassen. Im Rentenalter spielt die unterschiedliche Lebenserwartung eine Rolle. Nach dem Tod des Mannes lebt die Frau im Mittel noch zehn Jahre allein, dank der Möglichkeit ambulanter Pflege oft in der eigenen Wohnung. Der Versicherungsbedarf für Single-Haushalte unterscheidet sich vor allem nach der jeweiligen Lebensphase. Welche Policen außer den Pflichtversicherungen wie Kranken- oder Kfz-Haftpflicht wichtig sind und worauf Alleinstehende hingegen verzichten können, haben die Experten von 9Brands.de zusammengefasst:

Private Haftpflichtversicherung

Die PHV ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, sollte aber unbedingt abgeschlossen werden, weil für wenig Geld gravierende Risiken für das Vermögen abgedeckt werden. Unverheiratete Kinder, die in einer Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium sind, sind über ihre Eltern versichert, selbst wenn sie bereits einen eigenen Haushalt führen. Viele Verträge sehen für diese Familienversicherung aber Altersgrenzen vor. Ansonsten können Singles von günstigeren Tarifen ohne Mitversicherung von Partnern und Kindern profitieren. Senioren sollten die PHV unbedingt beibehalten, denn auch sie können unabsichtlich teure Schäden verursachen.

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung ist sinnvoll, sobald ein eigener Hausstand gegründet wird. Eine „Studentenbude“ mit Gemeinschaftsküche wird von den Versicherern aber nicht als eigener Haushalt angesehen. Beziehen Kinder während des Studiums oder während einer Ausbildung ein Zimmer in einem Wohnheim, ist der dort vorhandene Hausrat grundsätzlich über die Hausratversicherung der Eltern abgesichert. Das gilt auch über die übliche Zeitbeschränkung von zwei oder drei Monaten hinaus, die ansonsten für die Versicherung außerhalb der Hauptwohnung gilt. Allerdings ist die Entschädigung in der sogenannten Außenversicherung meist summenmäßig begrenzt, zum Beispiel auf 10 % der Versicherungssumme oder einen festen Betrag. Prüfen Sie, ob die Grenze ausreichend bemessen ist. Wenn nicht, fragen Sie nach einem besseren Hauptvertrag für die elterliche Wohnung oder schließen Sie gleich eine eigene Versicherung ab.

BU-Versicherung oder Alternative

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine sinnvolle Alternative ist für Singles ebenso wichtig wie für Familien. Zwar müssen sie keine weiteren Haushaltsmitglieder mit ihrem Gehalt mitversorgen, haben im Fall des Falles aber auch keine Unterstützung, weder finanzieller Art durch einen zweiten Verdiener noch in pflegerischer Hinsicht. Bei der Unfallversicherung können bei der Auswahl der versicherten Bausteine besonders für Senioren sogenannte Assistance-Leistungen interessant sein, wenn sich im Single-Haushalt sonst niemand um den Verunglückten kümmert. Assistance-Leistungen umfassen beispielsweise die Organisation einer Haushaltshilfe, die Versorgung von Haustieren oder die Hilfe durch einen Unfall-Managers, der eine optimale medizinische Versorgung sicherstellt. Wer noch berufstätig ist, kommt in der Regel um eine BU-Versicherung nicht herum. Die Erwerbsunfähigkeits-, Multi-Risk-, Dread-Disease-, Grundfähigkeits- und Unfallversicherung sind zwar kein gleichwertiger Ersatz, aber meist besser als gar kein Schutz in diesem Bereich.

Versicherung biometrischer Risiken

Unter diesen Oberbegriff fallen alle Versicherungen, die mit der Lebenserwartung zu tun haben. Hier ist zu unterscheiden zwischen Versicherungen, die das Risiko eines vorzeitigen Todes abdecken (Lebensversicherungen) und solchen, die den Lebensunterhalt für den Fall eines langen Lebens sicherstellen (Rentenversicherungen). Eine private Rentenversicherung als Teil der Altersversorgung ist für Singles sehr wichtig. Auf Lebensversicherungen können Sie dagegen verzichten, wenn niemand außer Ihnen selbst auf Ihr Einkommen angewiesen ist. Allenfalls eine Sterbegeldversicherung über rund 10.000 Euro mag sinnvoll sein, wenn Sie sicherstellen wollen, dass Sie ein würdiges Begräbnis haben, ohne andere mit den Kosten zu belasten.

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